Was für eine Nacht…. um kurz vor Mitternacht klingelt mein Handy, ich war gerade eingeschlafen. Etwas schlaftrunken fragte ich den werdenden Papa am Telefon, in welchem Abstand die Wehen kommen. Es waren 15 Minuten. Auf einmal war ich hellwach! Da Franziska ihr letztes Baby bereits in 45 Minuten zur Welt gebracht hat, schlüpfte ich in Windeseile aus dem Schlafanzug und rein in die Klamotten, denn immerhin hatte ich noch eine gute halbe Stunde zu fahren. Auf der Fahrt merkte ich schon, wie die Aufregung in mir hoch stieg, eine Vorfreude der ganz besonderen Art. Fast so, als würde ich selbst ein Kind bekommen. Wahnsinn. Dort angekommen rief ich wieder an, damit die Klingel die schlafenden Kinder nicht weckt, denn Friedrich durfte im Schoß der Familie zuhause zur Welt kommen.

Die Hebamme kam kurz vor mir an, erstmal wurde das CTG angeschlossen. Alles war prima im Bauch und die Wehen kamen auch schnell in kürzeren Abständen. Franziska wusste genau, wie sie die Wehen am besten nutzen konnte, atmete ganz souverän und ich war einfach nur beeindruckt. Beeindruckt davon, wie eine Geburt sich anfühlt, wenn man selbst teilhaben darf, wie toll alles lief und mit welcher Ruhe die Geburt voran schritt. Katharina, das älteste Mädchen der Familie, wich ihrer Mutter keine Sekunde von der Seite, kuschelte mit ihr und nahm alles so toll auf, dass ich schon wieder erstaunt war. Unglaublich, wie viele Fragen sie stellte und ganz natürlich mit allem umging.

Dann ging es ganz schnell… der kleine Friedrich wollte jetzt wirklich auf die Welt. Und keine 10 Minuten später war es geschafft! Emotion pur! Und da lag er, auf Mamas Bauch und schaute sofort mit großen Augen in die Welt. Ein unbeschreibliches Gefühl und ich fühlte mich sofort an mein eigenes Mutterglück vor 4 und 7 Jahren erinnert. Was gibt es wundervolleres, wenn ein Baby zur Welt kommt und von allen Familienmitgliedern gleichzeitig empfangen wird. Jeder wollte jetzt ganz vorsichtig streicheln, schauen und staunen. Aber jetzt schaut selbst, die Bilder erzählen die Geschichte nach, die ihr gerade gelesen habt. Und ich bin froh, ein Teil davon gewesen zu sein. Vielen Dank an die wundervollen Eltern von Friedrich.

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